Kartoffel-Burger-Buns: Brötchen so weich wie Wolken

Winterburger - Kartoffel-Burger-Buns - Ein Häppchen LiebeAm 15.01. war es mal wieder soweit: Die liebe Steph vom Kleinen Kuriositätenladen hatte zum gemeinsamen #Synchronburger Event aufgerufen und viele Burgerliebhaber sind ihrem Aufruf gefolgt. Das Thema diesmal: Winterburger.

Ich musste gar nicht lange überlegen, was ich machen wollte, denn ich hatte es schon ewig geplant, meinen liebsten Wintersalat in einen Burger zu verwandeln. Und da bei mir noch immer die Devise gilt, „jeder Burger ist nur so gut wie sein Bun“, stand für mich auch ganz schnell fest, dass ich nach meinen köstlichen Brioche Burger Buns ein neues Rezept ausprobieren möchte. Und zwar auf Basis von Kartoffeln – und tadaaaaaa: Ich präsentiere euch einfach oberköstliche und unglaublich fluffige Kartoffel-Burger-Buns.

Mein Perfekter Winterburger

Winterburger - Kartoffel-Burger-Buns - Ein Häppchen Liebe

Kartoffel-Burger-Buns – Neuland-Rinder-Pattys – Feldsalat – Honig-Senf-Mayo – karamellisierter Honig-Speck – Balsamico-Cranberry-Zwiebeln – scharfe Honig-Walnüsse – Thymian-Knoblauch-Pilze – gratinierter Ziegenkäse-Taler –
geröstete Knoblauch-Thymian-Kartoffeln

Mein Burger bestand insgesamt übrigens aus 10 verschiedenen Komponenten. Und die werde ich jetzt nach und nach bloggen, bis wir endlich beim absoluten Burgertraum angekommen sind. Denn ich kann euch jetzt schon verraten: Es war einfach unglaublich köstlich. Also legen wir los!

Warum Kartoffeln im Hefeteig immer eine gute Idee sind

Winterburger - Kartoffel-Burger-Buns - Ein Häppchen Liebe

Kartoffelpüree macht den Teig einfach unglaublich luftig und weich – ich backe sogar meine Zimtschnecken mit Kartoffeln im Teig – dazu aber bald an anderer Stelle mehr. Ich bin ein Fan von Kartoffelteigen, da sie sich meist sehr einfach verarbeiten lassen, der Teig schön weich und glänzend wird und das Endresultat super lecker ist. Vor allem bleibt der Teig auch mehrere Tage genießbar und wird nicht hart oder trocken.

Wie ihr gleich merken werdet, brauchen die Kartoffel-Burger-Buns etwas mehr Zeit in der Zubereitung. Das bedeutet aber keinesfalls mehr Arbeit für euch, sondern die Geh- und Ruhezeiten sind einfach etwas ausgeprägter. Dafür werdet ihr aber auch mit den fluffigsten Burgerbrötchen aller Zeiten belohnt. Zudem lassen sich die Buns wirklich sehr gut vorbereiten und wir haben am Ende 12 köstliche Kartoffel-Burger-Buns, die ihr selbstverständlich auch hervorragend einfrieren könnt und später einfach wieder im Ofen aufbackt. So habt ihr immer fantastische Burgerbrötchen auf Vorrat und könnt jederzeit spontan eine Burgersause veranstalten. Also wenn das nichts ist. Ich habe mich auf jeden Fall selber überzeugt 🙂 Also an die Rührschüssel, fertig, ran an die Buns!!!

Winterburger - Kartoffel-Burger-Buns - Ein Häppchen Liebe

Lieblingsrezept #35:
Die Fluffigsten Kartoffel-Burger-Buns Ever

(nach einem Rezept aus der fabelhaften Burger-Bibel „Burger Unser“)

Was ihr braucht

  • 300 ml Bio-Milch (mind. 3,8% Fett)
  • 21 g Hefe
  • 70 g brauner, weicher Muscovado Zucker
  • 200 g gekochte, abgekühlte Kartoffeln vom Vortag (mehlig, bei mir Gunda)
  • 310 g Mehl Type 405
  • 250 g Mehl Type 550 + etwas zum Bearbeiten
  • 1 Bio Ei (Größe L)
  • 80 g weiche Butter
  • 9 g gemahlenes Meersalz
  • 1 TL Kümmel
  • 1/2 TL frisch gemahlene Muskatnuss

Zum Einstreichen und Bestreuen

  • 1 Eiweiß
  • 2 EL Wasser
  • etwas Meersalz
  • Sesam, Schwarzkümmel, Walnüsse oder ein anderes Topping nach Wahl

Wie ihr es macht

  1. Auf dem Weg zu den perfekten Kartoffel-Burger-Buns starten wir mit der Milch. Diese erhitzen wir auf Körpertemperatur. Dies könnt ihr übrigens ganz leicht mithilfe eures Fingers testen – Wenn ihr den Finger kurz reinstippt und die Milch fühlt sich weder kalt noch warm an, ist die Temperatur perfekt. Bitte die Milch in keinem Fall zu heiß werden lassen, sonst sterben die Hefekulturen und da geht rein gar nichts mehr auf.
  2. Hefe mit 1 EL (ca. 15 g) des Zuckers, 1 EL Mehl des Mehl Type 405 (auch 15 g) und der lauwarmen Milch leicht vermischen. 10 Minuten abgedeckt stehen lassen, bis sich Blasen bilden.
  3. In der Zwischenzeit die am Vortag gekochten und abgekühlten Kartoffeln pellen und mit einer Gabel solange zerdrücken, bis keine groben Stücke mehr vorhanden sind.
  4. Kartoffelstampf, die Hefe-Milch-Mischung, das gesamte restliche Mehl, den übrigen Zucker, das Salz, die Gewürze und das Ei in eine große Schüssel geben und mithilfe des Knethakens der Küchenmaschine zunächst auf kleinster Stufe verkneten, bis ein grober Teig entsteht. Falls der Teig sich verzweifelt an den Schüsselrand flüchten sollte, ab und an mit einem Teigschaber vom Rand lösen.
  5. Erst jetzt bekommt die weiche Butter ihren Auftritt und wird nach und nach in den Teig eingearbeitet. Während dies passiert, schalten wir die Küchenmaschine eine Stufe höher.
  6. Sobald die Butter in den Teig eingearbeitet ist, die Maschine für 10 Minuten weiterkneten lassen. Am Ende möchten wir einen glatten und glänzenden Teig vorfinden. Wir geben weder noch mehr Milch noch mehr Mehl dazu und lassen den Teig auch nicht 5 oder 13 Minuten vor sich hin kneten – genau 10 Minuten 🙂 Das wirkt jetzt etwas penibel, aber ich habe mich genau an die Vorgaben gehalten und die Kartoffel-Burger-Buns waren einfach perfekt.
  7. Nun die entscheidende Frage: Wie soll der Teig denn sein? Elastisch und leicht klebrig, dann ist er perfekt.
  8. Solltet ihr eine Rührschüssel aus Metall haben (so wie ich), dann müsst ihr den Teig bitte in eine Plastik- oder Keramikschüssel umfüllen. Fettet das neue Gefäß einfach mit etwas Butter ein und lasst euch vom Teigschaber helfen, um den Teig umzufüllen. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und ein Küchentuch drüber legen.
  9. Der Teig braucht nun an einem warmen Ort (bei mir in einem auf 40 Grad vorgewärmten und leicht geöffneten Ofen) ca. 1,5 Stunden Ruhe. Euer Teigvolumen muss sich dabei mind. verdoppeln – ist er noch zu wenig aufgegangen, gebt ihm einfach noch etwas Zeit.
  10. Sobald unser fluffiger Wunderteig schön aufgegangen ist, beenden wir sein Schläfchen und geben ihn mithilfe einer Teigkarte auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche. Jetzt ist es wirklich ganz wichtig, nicht zu viel Mehl in den Teig einzuarbeiten. Denn je mehr Mehl ihr verwendet, desto trockener wird das Ergebnis. Also mehr Mehl an eure Hände, weniger in die Buns. Den Teig mithilfe der Teigkarte kneten, so dass die Luft entweicht.
  11. Den Teig mit dem Nudelholz auf eine rechteckige Fläche ausrollen und von der langen Kante beginnend aufrollen. Diesen Vorgang (Rechteck, aufrollen) wiederholen wir noch einmal und schneiden dann den Teig in 12 gleich große Stücke. Ich wiege dafür die ganze Rolle einmal ab und berechne daraus, wie viel Gramm jedes Bun haben muss. Dann wiege ich jeden Teigling einzeln ab.
  12. Die 12 Stücke formen wir jetzt zu schönen runden Buns. Wer sehen will, wie das geht, ich habe hier ein kleines Video für euch gedreht.
  13. Unsere wunderschön fluffigen Buns mit etwa 5 cm Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit Klarsichtfolie oder einem feuchten Tuch vollständig abdecken und die Rohlinge nochmals mind. 1 Stunde gehen lassen. Auch hier wollen wir doppelt so große Buns. Also geben wir dem Teig wieder so viel Zeit, wie er eben braucht.
  14. Den Ofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.
  15. Sobald die Kartoffel-Burger-Buns schön aufgegangen sind, bestreichen wir sie mit unserer vorbereiteten Eiweiß-Wasser-Meersalz-Mischung mit einem Silikonpinsel. Achtet darauf, dass auch wirklich die gesamte Oberfläche benetzt ist, die Buns aber nicht in einem Eiweiß-See schwimmen gehen.
  16. Ihr habt es fast geschafft: Nun noch schnell die Buns mit einem Topping eurer Wahl bestreuen und ab in den Ofen. Übrigens: Auch Käse klappt hier wunderbar – Der Teig ist wirklich die perfekte Grundlage für ganz furchtbar leckere Käsebrötchen.
  17. Das Blech in das untere Drittel des vorgeheizten Ofens geben und die Kartoffel-Burger-Buns ca. 15-20 Minuten backen, bis die Oberfläche schön goldbraun ist.
  18. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und Buns bis zur Verwendung mit einem Küchentuch abgedeckt beiseite stellen. Ihr könnt die Brötchen auch wunderbar vorbereiten – 1-3 Tage behalten sie luftdicht verschlossen ihre Fluffigkeit. Oder ihr friert die restlichen Buns ein und backt diese bei Bedarf wieder auf. So habt ihr immer fantastische Burgerbrötchen parat.

Winterburger - Kartoffel-Burger-Buns - Ein Häppchen Liebe

Ihr Lieben, wir sind einen Schritt näher dran an meinem perfekten Winterburger. Und ich kann euch wirklich nur ermutigen, die etwas längere Zubereitungszeit in Kauf zu nehmen, euch in Geduld zu üben und diese wunderbar fluffigen Buns zu backen. Es war wirklich das Beste, was ich jemals an Burgerbrötchen gegessen habe. Großes Burgerporn-Ehrenwort! 😉

Nächste Woche geht es weiter mit dem Drumherum des Burgers. Denn bisher können wir nur die Buns von unserer Liste streichen. Also halten wir uns mal lieber ran, es ist noch viel zu tun!!!

Beste Grüße von eurer Burger-Queen!
Eure Cookie

Winterburger - Kartoffel-Burger-Buns - Ein Häppchen Liebe